Buchcover „King of Pop“ – die einzige von Michael Jackson autorisierte Biografie von Christian Marks

Warum heißt Michael Jackson „King of Pop“? Die Herkunft des Titels

„King of Pop“ ist einer der wenigen Künstlerbeinamen, die weltweit ohne Erklärung verstanden werden. Doch woher kommt er eigentlich? Die Antwort ist weniger mystisch und zugleich interessanter, als viele vermuten.

Die kurze Antwort

Der Titel wurde nicht offiziell verliehen. Er entstand Anfang der 1990er-Jahre im Umfeld von Jacksons Team, wurde öffentlichkeitswirksam von Weggefährten benutzt – unter anderem bei einer Preisverleihung durch Elizabeth Taylor, die ihn als „King of Pop, Rock and Soul“ vorstellte – und anschließend konsequent in Presseankündigungen verwendet. Weil die Bezeichnung zur Sache passte, übernahmen Medien und Publikum sie freiwillig.

Die längere Antwort: Warum der Titel hängen blieb

Beinamen halten sich nur, wenn sie etwas beschreiben, das ohnehin sichtbar ist. Bei Michael Jackson kamen dafür mehrere Dinge zusammen:

Reichweite. Thriller (1982) ist bis heute das meistverkaufte Album der Musikgeschichte. Kein anderer Popkünstler hatte einen vergleichbaren Einzelerfolg.

Das Musikvideo als Kunstform. Vor Jackson waren Videos Werbematerial. Nach ihm waren sie Kurzfilme mit eigener Dramaturgie, Budget und Regie – ein Formatwechsel, den er maßgeblich ausgelöst hat.

Sichtbarkeit im Fernsehen. Der Moonwalk beim Motown-25-Special 1983 war ein einzelner Auftritt, über den anschließend jahrelang gesprochen wurde – ein seltener Fall, in dem sich ein Moment im kollektiven Gedächtnis festsetzt.

Tanz als Signatur. Wenige Bewegungen sind so eindeutig einer Person zuzuordnen wie Moonwalk, Anti-Gravity-Lean und die charakteristische Zehenspitzen-Pose.

Globale Verbreitung. Jacksons Publikum war nicht auf einen Kulturraum begrenzt. Genau das unterscheidet einen „King of Pop“ von einem sehr erfolgreichen Popstar.

Wurde der Titel jemals bestritten?

Ja – wie jeder Superlativ. Kritiker wiesen darauf hin, dass der Beiname aus dem Marketing stammt und nicht aus einer neutralen Instanz. Das stimmt. Bemerkenswert ist trotzdem, dass er sich über Jahrzehnte gehalten hat, obwohl Marketingbegriffe normalerweise eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Titel dieser Art überleben nur, wenn genug Menschen sie freiwillig weiterverwenden.

Der Titel als Buchtitel

Dass die einzige von Michael Jackson autorisierte Biografie King of Pop heißt, ist kein Zufall: Der Band entstand in direkter Abstimmung mit ihm, erschien erstmals 2001 in einer limitierten, nummerierten Auflage und enthält rund 400 private Fotografien. Auf 388 Seiten geht es weniger um den Superlativ als um den Menschen dahinter – wie er arbeitete, wie er Entscheidungen traf, wie er lebte.

Eine geordnete Übersicht über sein Leben finden Sie in unserem Zeitstrahl 1958–2009. Welche Arten von Büchern über ihn es gibt und woran man autorisierte Werke erkennt, erklärt unser Beitrag über Michael-Jackson-Biografien.

Häufige Fragen

Wer hat Michael Jackson den Titel „King of Pop“ gegeben?

Es gab keine offizielle Verleihung. Der Titel wurde Anfang der 1990er-Jahre öffentlich benutzt – unter anderem von Elizabeth Taylor bei einer Preisverleihung – und danach in Presseankündigungen etabliert.

Seit wann wird der Titel verwendet?

Seit Anfang der 1990er-Jahre, zeitlich eng verbunden mit der Veröffentlichung des Albums Dangerous (1991).

Gibt es andere Künstler mit dem Titel?

Vereinzelt werden regional andere Künstler so bezeichnet, im internationalen Sprachgebrauch ist der Titel jedoch eindeutig mit Michael Jackson verbunden.

Gibt es ein Buch mit diesem Titel?

Ja. King of Pop ist die einzige von Michael Jackson autorisierte Biografie, verfasst von Christian Marks, 388 Seiten, mit rund 400 privaten Fotos, erhältlich auf Deutsch und Englisch.

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