Buchcover „King of Pop“ – die einzige von Michael Jackson autorisierte Biografie von Christian Marks

Michael Jacksons Tod: Wann er starb, wie alt er wurde und was die Todesursache war

Der 25. Juni 2009 gehört zu den meistdiskutierten Tagen der Popgeschichte. Die folgenden Angaben stützen sich auf den offiziellen Befund der Gerichtsmedizin von Los Angeles County und auf die Gerichtsakten im Strafverfahren gegen Conrad Murray.

Michael Jackson starb am 25. Juni 2009 in seinem Haus in Los Angeles im Alter von 50 Jahren. Als Todesursache stellte die Gerichtsmedizin von Los Angeles County eine akute Vergiftung mit dem Narkosemittel Propofol in Verbindung mit Beruhigungsmitteln fest und stufte den Tod als Tötung durch fremdes Verschulden ein. Sein damaliger Leibarzt Conrad Murray wurde 2011 wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Jackson befand sich zu diesem Zeitpunkt in den Vorbereitungen für seine Konzertreihe „This Is It" in London.

Wann ist Michael Jackson gestorben?

Michael Jackson starb am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren. Er wurde an diesem Nachmittag in seinem gemieteten Haus im Los Angeles County bewusstlos aufgefunden, per Rettungswagen in das Ronald Reagan UCLA Medical Center gebracht und dort um 14:26 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Die Nachricht verbreitete sich innerhalb weniger Minuten weltweit.

Die Wochen davor verbrachte Jackson mit den Proben zu seiner geplanten Konzertreihe in London, die 18 Tage später hätte beginnen sollen. Wer die letzten Lebensjahre im Zusammenhang sehen möchte, findet sie in die letzten Jahre im Zeitstrahl chronologisch aufbereitet.

Wie alt wurde Michael Jackson?

Michael Jackson wurde 50 Jahre alt. Er kam am 29. August 1958 in Gary, Indiana, zur Welt und starb am 25. Juni 2009 – knapp zwei Monate vor seinem 51. Geburtstag. Zwischen Geburtsjahr und Todesjahr liegen damit rechnerisch 51 Kalenderjahre, sein tatsächliches Lebensalter zum Todeszeitpunkt betrug jedoch 50 Jahre.

Weitere biografische Eckdaten – von Geburtsort über Karrierephasen bis zu seinen Kindern – sind gebündelt in alle Eckdaten im Steckbrief zusammengefasst.

Was war die Todesursache?

Die Gerichtsmedizin von Los Angeles County stellte als Todesursache eine akute Vergiftung mit dem Narkosemittel Propofol fest, verstärkt durch das Beruhigungsmittel Lorazepam sowie – in geringerem Ausmaß – durch die Substanzen Midazolam, Diazepam, Lidocain und Ephedrin. Am 28. August 2009 stufte der Los Angeles County Coroner den Tod offiziell als Tötung durch fremdes Verschulden ein.

Der Befund der Gerichtsmedizin

Die Autopsie fand einen Tag nach Jacksons Tod statt, das vollständige toxikologische Gutachten wurde auf Wunsch der Ermittlungsbehörden zunächst unter Verschluss gehalten. Am 28. August 2009 teilte das Büro des Coroners mit, dass Propofol die entscheidende Substanz war und Lorazepam die Wirkung verstärkt hatte. Diesen Befund bestätigten sowohl die damalige Berichterstattung von Nachrichtenagenturen als auch die spätere Beweisaufnahme im Strafprozess gegen Conrad Murray.

Was Propofol ist und warum es dort nicht hingehörte

Propofol ist ein starkes Narkosemittel, das in Kliniken ausschließlich zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Narkosen bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt wird – unter ständiger Überwachung von Kreislauf und Atmung und mit sofort verfügbarer Notfallausrüstung wie Beatmungsgerät und Defibrillator. Der Wirkstoff setzt die Atmung sehr schnell herab, weshalb seine Anwendung außerhalb eines klinischen Umfelds als hochriskant gilt. Im Prozess gegen Conrad Murray stellte die Staatsanwaltschaft dar, dass das Mittel wiederholt in Jacksons Schlafzimmer verabreicht wurde, ohne Überwachungsgeräte, ohne Beatmungsausrüstung und ohne geschultes Assistenzpersonal. Genau dieses Fehlen der in einer Klinik üblichen Sicherheitsvorkehrungen bildete den Kern der gerichtlichen Bewertung und letztlich der Verurteilung.

Der 25. Juni 2009 – der Ablauf des Tages

Am Vormittag des 25. Juni 2009 befand sich Conrad Murray als Jacksons Leibarzt in dessen Haus. Nach eigener Aussage im späteren Verfahren hatte er Jackson gegen 10:50 Uhr eine niedrige Dosis Propofol verabreicht. Als Murray Jackson wenig später nicht mehr atmend und mit schwachem Puls vorfand, begann er nach eigenen Angaben mit Wiederbelebungsmaßnahmen, führte diese jedoch zunächst auf der Matratze und nicht auf einer harten Unterlage durch – ein Punkt, der im Prozess von medizinischen Sachverständigen kritisch bewertet wurde. Erst danach schickte Murray eine im Haus anwesende Person los, um Sicherheitspersonal zu alarmieren; dieses setzte um 12:21 Uhr Ortszeit den Notruf ab. Die Rettungskräfte trafen um 12:26 Uhr ein und brachten Jackson ins Ronald Reagan UCLA Medical Center, wo er um 14:26 Uhr für tot erklärt wurde. Zwischen der ersten Verabreichung und der Todesfeststellung lagen damit rund dreieinhalb Stunden.

Das Gerichtsverfahren gegen Conrad Murray

Conrad Murray wurde wegen fahrlässiger Tötung (im US-Recht: involuntary manslaughter) angeklagt. Am 7. November 2011 sprach ihn ein Geschworenengericht in Los Angeles schuldig. Am 29. November 2011 verhängte das Gericht die Höchststrafe von vier Jahren Haft. Murray wurde am 28. Oktober 2013 vorzeitig entlassen, nach knapp zwei Jahren Haftzeit, aufgrund von Überbelegung der kalifornischen Haftanstalten und guter Führung.

Im Prozess legten Ermittler dar, dass Murray in den Monaten vor Jacksons Tod große Mengen Propofol bestellt und in Jacksons Wohnhaus gelagert und verabreicht hatte, ohne dass dort die für dieses Mittel vorgeschriebene medizinische Überwachung vorhanden war. Diese Umstände waren zentraler Bestandteil der Urteilsbegründung.

Neben dem Strafverfahren gegen Murray verklagte die Familie Jackson auch den Konzertveranstalter AEG Live wegen fahrlässiger Auswahl und Überwachung von Murray auf Schadensersatz. Eine Zivilgeschworenenjury in Los Angeles entschied am 2. Oktober 2013, dass AEG Live nicht haftbar sei. Damit blieb Conrad Murray die einzige Person, die im Zusammenhang mit Jacksons Tod strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wurde.

Die Proben zu „This Is It" – was in den Wochen davor geschah

In den Wochen vor seinem Tod bereitete sich Michael Jackson auf eine Konzertreihe namens „This Is It" in der Londoner O2 Arena vor, veranstaltet vom US-Konzertpromoter AEG Live. Ursprünglich waren zehn Konzerte angekündigt; wegen der großen Nachfrage wurde die Reihe auf 50 ausverkaufte Termine erweitert, die ab dem 13. Juli 2009 bis in das Jahr 2010 hinein laufen sollten. Die Proben fanden zwischen April und Juni 2009 an drei Orten in Kalifornien statt: bei Center Staging in Burbank, im Forum in Inglewood und zuletzt im Staples Center in Los Angeles. Die letzte Probe absolvierte Jackson am Abend des 24. Juni 2009, einen Tag vor seinem Tod; dabei sang er unter anderem Ausschnitte aus „Thriller" und „Earth Song". Nach seinem Tod wurden sämtliche Konzerttermine abgesagt; Ticketinhaber erhielten wahlweise Rückerstattungen oder limitierte Erinnerungstickets mit einem von Jackson mitgestalteten Motiv. Aus dem umfangreichen Proben- und Kameramaterial entstand noch im selben Jahr der Kinofilm „Michael Jackson's This Is It", der die letzten Wochen seiner Vorbereitung dokumentiert.

Wie die Welt reagierte

Die öffentliche Trauerfeier fand am 7. Juli 2009 im Staples Center in Los Angeles statt und wurde weltweit im Fernsehen und Internet übertragen. Laut Nielsen verfolgten allein in den USA rund 31 Millionen Fernsehzuschauer die Übertragung; hinzu kam eine hohe Zahl an Zuschauern über Internet-Streams, die zeitweise zu Überlastungen bei großen Nachrichtenportalen führten. Nachrichtenseiten berichteten in den Stunden nach Bekanntwerden des Todes von einem sprunghaften Anstieg der Zugriffszahlen, der mehrere Anbieter an ihre technischen Grenzen brachte. Zahlreiche Radiosender änderten kurzfristig ihr Programm und spielten stundenlang Jacksons Musik, der Musiksender MTV stellte sein Programm komplett auf Jackson-Inhalte um, und vor dem Apollo Theater in New York sowie vor dem UCLA Medical Center versammelten sich in den folgenden Stunden und Tagen spontan Trauernde. Michael Jackson wurde am 3. September 2009 im Great Mausoleum des Forest Lawn Memorial Park in Glendale, Kalifornien, beigesetzt.

Häufige Fragen

War Conrad Murray die einzige Person, die im Zusammenhang mit Michael Jacksons Tod angeklagt wurde?

Ja. Conrad Murray war die einzige Person, gegen die im Zusammenhang mit Jacksons Tod strafrechtlich ermittelt und die verurteilt wurde. Andere an Jacksons medizinischer Versorgung beteiligte Personen standen nicht vor Gericht.

Wurde Michael Jackson obduziert?

Ja, die Autopsie fand am Tag nach seinem Tod statt. Das vollständige toxikologische Gutachten veröffentlichte die Gerichtsmedizin von Los Angeles County zunächst nicht vollständig, gab jedoch am 28. August 2009 die zentralen Ergebnisse und die Einstufung als Tötung durch fremdes Verschulden bekannt.

Fanden die „This Is It"-Konzerte noch statt?

Nein. Nach Jacksons Tod am 25. Juni 2009 wurden alle 50 geplanten Konzerte in der Londoner O2 Arena abgesagt. Aus den Proben entstand später der Konzertfilm „This Is It", der noch im selben Jahr in die Kinos kam.

Wie lange saß Conrad Murray im Gefängnis?

Conrad Murray wurde am 29. November 2011 zur Höchststrafe von vier Jahren Haft verurteilt. Er wurde bereits am 28. Oktober 2013 vorzeitig entlassen, nach knapp zwei Jahren Haftzeit, wegen Überbelegung der kalifornischen Haftanstalten und guter Führung.

Wo wurde Michael Jackson beigesetzt?

Michael Jackson wurde am 3. September 2009 im Great Mausoleum des Forest Lawn Memorial Park in Glendale, Kalifornien, beigesetzt. Das Mausoleum ist nicht öffentlich zugänglich.

Wurde außer Conrad Murray noch jemand rechtlich für Jacksons Tod verantwortlich gemacht?

Strafrechtlich nicht. Zivilrechtlich verklagte Jacksons Familie den Konzertveranstalter AEG Live auf Schadensersatz; eine Geschworenenjury in Los Angeles entschied am 2. Oktober 2013, dass AEG Live nicht haftbar sei. Damit blieb es bei der strafrechtlichen Verurteilung von Conrad Murray aus dem Jahr 2011.

Auch die Verlagsgeschichte der einzigen von Michael Jackson autorisierten Biografie wurde von seinem Tod berührt: warum nach 2009 eine überarbeitete Ausgabe erschien, ist in einem eigenen Artikel nachzulesen.

Zum Weiterlesen: „King of Pop" von Christian Marks ist die weltweit einzige Michael-Jackson-Biografie, die Michael Jackson selbst autorisiert hat. Sie umfasst 388 Seiten und rund 400 Fotografien, die er persönlich aus seinem Privatarchiv ausgewählt hat. Erschienen im Verlag X-Medien Ltd., Berlin. → Zum Buch

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